Wir freuen uns auf das neue gebaute Haus für unsere Kinder. Einen lieben Dank an unsere Sponsoren. Mehr Bilder finden Sie hier.
Soziales Jahr in Haiti
Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 14:44 Uhr
Max Brettschneider aus Hersbruck stellt sich vor.
„Bonswa, Bonswa – Bienveni!“ So und nicht anders wurde ich in Haiti empfangen. Ein Land das zwar als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre gilt, jedoch unglaublich herzliche und offene Landsleute besitzt. Eine Herzenseinstellung, die man an jeder Ecke merkt und die einen als „typisch Deutscher“ ziemlich überrascht.
Ich, Maximilian Bretschneider, habe gerade erst im Mai 2011 mein Abitur bestanden und wollte vor dem Studium/Beruf noch einmal ein Abenteuer erleben! Meine Heimatstadt (Hersbruck) liegt in dem schönen Franken, ca. 20 km von Nürnberg.
Warum verschlägt es mich also mehrere tausend Kilometer nach Haiti und warum eigentlich in ein Waisenheim? Nun, zum einen wird mein Aufenthalt hier ein einmaliges Erlebnis in meinem Leben sein und es ist für mich eine Herzensangelegenheit auch einmal in einem Land zu leben ,welches auf den üblichen Luxus verzichtet. Zum anderen wird sich mein zukünftiges Studium höchstwahrscheinlich mit Kinderarbeit beschäftigen.
Liebe Grüße aus der Karibik!
Maximilian Bretschneider
Bericht unserer Reise nach Haiti im April 2011
Freitag, den 06. Mai 2011 um 14:15 Uhr
Liebe Paten, Spender, Beter, Gönner und künftige Unterstützer von MAEH
Von unserer kurz zurückliegenden Inspektionsreise nach Haiti, hier ein kurzer Bericht. Start am Samstag, 2. April 2011 von München über New York nach Port-au-Prince. Teilnehmer: Mondi Benoit und Günther Rduch,-Hans Feigl leider wegen Krankheit ausgefallen.
Montag 4. April, Vorstellung unseres Projektes bei der Deutschen Botschaft in PauP. Aufnahme in die Koordinierungsrunde aller deutschen Hilfsorganisationen. Sondierungsgespräch zwecks Gründung einer lokalen Stiftung mit deutscher Rechtsanwältin Christine Fischl.
Fahrt von PauP nach Les Cayes, ca. 192 km im Kleinbus. Bevölkerung feiert Wahlergebnis auf den Strassen, - Ausgelassenheit wie zur Fußball-WM bei uns.
Ankunft 19.30 Uhr Baustelle Waisenhaus; Wasser vorhanden - Toiletten und Duschen zu 80% fertig,Inventar des Hauses fehlt noch ganz, Lieferung von Betten, Tischen, Bänken für Mittwoch versprochen. Bau der Außenanlagen, (Kochstelle, Pförtnerhaus, etc.) wegen Geldmangel eingestellt. Geplante Mauer um das Gebäude, aus gleichen Gründen, durch einen Zaun aus kunstvoll geflochtenen Palmblättern ersetzt.
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag Vorbereitungen für die geplante Einweihung und Eröffnung des Hauses am Sonntag. Kauf eines Strom-Generators mit Inverter und 8 Autobatterien als Stromspeicher für die Stromversorgung im Haus, die Wasserpumpe und den Kühlschrank. Anschluss des Stromaggregates durch viele „Spezialisten“ letztlich gelungen. Haus erstrahlt am Donnerstag erstmals im Licht. Nachbarn strömen herbei und bewundern das Projekt. Gemessen an der Armut der Umgebung keimen Gewissensbisse auf, dass wir ein so schönes Haus für nur wenige Kinder errichten konnten.
Samstag, 9. April; Schreiner Jilou liefert solide gefertigte Stockbetten, Bänke, Stühle und Tische.Damit befindet sich das Nötigste für 40 Kinder im Haus. Wegen der noch fehlenden Kücheneinrichtung wird das Essen z. Zt. hinter dem Gebäude auf offenem Feuer zubereitet.
Sonntag, 10. April kleine Einweihung und Eröffnung des Hauses. Die erste Gruppe von 22 Kindern sitzt gut gekleidet, erwartungsvoll auf den Bänken vor dem Haus. Die Nachbarschaft und Mitglieder der Kirchengemeinde strömen herbei um bei dem Ereignis Zeugen zu sein; eine fröhliche Gemeinschaft versammelt sich im großen Kreis um einen alten Baum.
Die kleine Feier mit Gesang, Gebet und Ansprache endet mit dem feierlichen Einzug und einem Essen, bei dem die Waisenkinder, - scheinbar aus Sorge um die Einmaligkeit dieser Sättigung, erstaunliche Mengen verschlingend, - keine Angst vor der folgenden Übelkeit haben.
Montag und Dienstag Gespräche mit den örtlich Verantwortlichen über den Stand der Finanzen und Planung der notwendigen Maßnahmen.
Die 22 Buben und Mädchen sind im Alter von 4 bis 11 Jahren, gehen in die örtliche Schule und werden im Haus von 6 Personen betreut. Sobald Stufe 1 reibungslos läuft und die Finanzen es erlauben, werden die verbleibenden 18 Plätze belegt und das Personal auf 10 Personen aufgestockt. Die laufenden Kosten werden auf monatlich € 2.500.- geschätzt, wovon die 40 Patenschaften, - wenn komplett – € 1680.- abdecken. Die Anzahl der regelmäßigen Spender deckt leider die verbleibende Differenz noch nicht. Zurückgestellte Anschaffungen, bauliche Maßnahmen etc. ergeben darüber hinaus ein Loch von ca. € 60.000.-
Mittwoch, 13. April Antritt der Rückreise mit schönen Erinnerungen, finanziellen Sorgen, aber auch der Hoffnung im Gepäck, dass die Großherzigkeit unserer Spender uns nicht im Stich lassen wird.
Mondi Benoit & Günther Rduch
Ein Jahr nach dem Erdbeben
Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 00:16 Uhr
Liebe Freunde, Bekannte und Spender!
Zunächst wollen wir Euch noch ein gutes und gesegnetes Jahr 2011 wünschen.
Wir dürfen sehr gespannt sein, was dieses Jahr bringen wird. 2010 war nach menschlichen Maßstäben kein gutes Jahr für Haiti.
Erdbeben, Chaos, Verwüstung, Cholera, politische Unruhen,...
Vor einigen Tagen haben wir die schlimme Nachricht erhalten, dass einer der angesehendsten
Geschäftsleute aus Les Cayes (die Stadt, in der wir das Waisenheim errichten) ermordet wurde.
Er hat sich sehr für Bedürftige engagiert und vielen Leuten zu Arbeit verholfen.
Wir wissen nicht, warum uns immer wieder so schlimme Nachrichten aus Haiti erreichen. Wie gut bei all dem zu wissen, dass Gott alles in seiner Hand hat.
Der Bau an unserem Waisenheim geht ungebremst weiter. Momentan wird vor allem am Dach
gearbeitet. Wir haben gemerkt, dass die Haitianer wenig aus dem Erdbeben gelernt haben.
Der Architekt wollte das Dach auf eine Art und Weise bauen, die nach europäischen
Standards durchfallen würde.
Wir haben lange mit ihm verhandelt und nun wird das Dach erdbebensicher gebaut.
Dafür wird zwar der Bau minimal teurer, aber die Sicherheit unserer Kinder ist uns dies allemal wert.
Waisenheim-Stand.11.01.2011
Als nächstes muss neben den Möbeln ein neues Auto für das Waisenheim angeschafft werden.
Das Auto ist für das Waisenheim zugleich Transportmittel für die Kinder und Lebensmittel, und
Krankenwagen. In der Nähe des Waisenheims gibt es leider kein Netz an öffentlichen
Verkehrsmitteln und einen Krankenwagen wie in Deutschland gibt es in Haiti schon gleich gar nicht.
Deswegen ist diese Anschaffung für das Waisenheim so wichtig.
Der Leiter des Waisenheims stellt momentan noch sein Privatauto zur Verfügung, es ist aber schon
so alt,dass ständig Reparaturen fällig sind und es schon fast gefährlich ist, sich damit
fortzubewegen. Auf die Dauer wird es unumgänglich sein, ein Auto anzuschaffen – und
Autos sind leider in Haiti mindestens genauso teuer wie hier.
Für all Eure Unterstützung bis hierher bedanken wir uns ganz herzlich.
Ohne Eure Mithilfe könnte ein Projekt wie dieses überhaupt nicht auf die Beine gestellt werden.
In diesem Sinne freuen wir uns darauf, mit Euch zusammen das Jahr 2011 anzupacken und einigen
Kindern Haitis zu einer besseren Zukunft zu verhelfen.
Mehr Infos: www.help-maeh.de
Euer Mondi Benoit
Cholera und Baufortschritt
Sonntag, den 21. November 2010 um 22:19 Uhr
Wie Sie von den Medien erfahren haben, lässt die Cholera Haiti nicht in Ruhe. Bis jetzt sind 1.186 Menschen durch die Cholera umgekommen, und 19.646 sind erkrankt - das sind erschreckende Zahlen. Momentan versuchen viele Menschen aus dem Land zu fliehen, weil sie die Situation nicht mehr aushalten können. Die Krankheit hat die Stadt Les Cayes erreicht, wo wir unser Waisenheim haben, aber Gott sei Dank sind unsere Kinder alle noch gesund. Wir versuchen alles zu tun, damit dies so bleibt.
Wir hoffen, dass Gott sich über die Menschen erbarmt.
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir bis jetzt 22 Patenschaftsanträge haben, es fehlen nun noch 18 Anträge, um 40 Waisenkinder zu versorgen. 42 Euro ist wirklich viel Geld, aber vielleicht können mehrere Leute zusammen eine Patenschaft übernehmen. Auch halbe Patenschaften sind möglich.
Das Projekt "Waisenheim" hat insgesamt einen Umfang von 160.000,- €. Es fehlen noch 40.000 ,-€, um alles zu vollenden.
Wir freuen uns weiterhin über jede Spende, egal wie hoch sie ist. Durch Ihre Spenden tragen Sie etwas dazu bei, dass einige Kinder an Weihnachten nicht mehr unter freiem Himmel schlafen müssen.
Die Lage dort ist weiterhin sehr kritisch, aber Sie können uns helfen, die Zukunft von vielen Kindern zu verändern.
Wie sieht es mit unserm Neubau aus?
In den letzten Tagen konnte ziemlich viel gemacht werden, da das Wetter es zugelassen hat.
Sechs Wochen lang gab es wenig Fortschritt, weil es immer so viel geregnet hat und auch der Wirbelsturm Tomas unsere Straße total zerstört hat, so dass die LKWs nichts liefern konnten. Wir mussten leider die Straße selber reparieren, da die Regierung in Haiti bei solchen Sachen nichts macht.
Wir hoffen, dass wir in den nächsten Wochen schönes Wetter haben, so dass wir schnell mit dem Bau fertig werden können.
Momentan ist eine Volontärin Layla Touma aus Lauf noch bis Mitte Dezember bei uns im Waisenheim, sie ist eine große Hilfe!